Chiara Beer fährt in die Top 15 – U23-Fahrerin Lilli Stieghorst hält Anschluss an die nationale Spitze

Starke saarländische Ergebnisse beim Bundesliga-Heimrennen in Wallerfangen

Am vergangenen Sonntag (17. Mai 2026) war die nationale Radsportelite im Saarland zu Gast. Beim 42. Überherrner Straßenrennen ging es für die Frauen und Juniorinnen auf dem anspruchsvollen, 14 Kilometer langen Rundkurs um wichtige Punkte in der „Müller – Die lila Logistik Rad-Bundesliga“. Insgesamt sieben Runden und somit 98,7 Kilometer mussten die Fahrerinnen absolvieren. Das Rennen war von Beginn an von einer hohen Renndynamik geprägt, was sich auch in der schnellen Durchschnittsgeschwindigkeit von 37 km/h widerspiegelte.

Während sich an der Spitze mit Katharina Palm und Aileen Schweikart (beide REMBE | rad-net women) ein Duo absetzen konnte und den Sieg unter sich ausmachte, zeigten die saarländischen Starterinnen im geschlossenen Hauptfeld dahinter eine überzeugende Leistung. Die erfahrene Lisa Klein rundete das Abschneiden von REMBE | rad-net women ab, indem sie sich nach harten 98,7 Kilometern im Hauptfeld behauptete und auf dem 33. Platz zeitgleich mit den weiteren Verfolgerinnen das Ziel erreichte.

Direkt in dieser ersten großen Verfolgergruppe behauptete sich auch die Saarländerin Chiara Beer (Team Embrace The World Cycling WMN). Sie überquerte die Ziellinie nach 2:46:11 Stunden und sicherte sich mit dem 14. Platz ein starkes Ergebnis im Spitzenfeld.

Aus Sicht des ausrichtenden Vereins überzeugte vor allem Lilli Stieghorst im Trikot des RSC Überherrn-Saar. Die Nachwuchsfahrerin knüpfte damit direkt an ihre Form der Vorwoche an: Bereit drei Tage vor ihrem Heimrennen hatte sie in Walburg als Einzelfahrerin ohne Mannschaftsunterstützung mit einem sechsten Platz ein Klasse-Rennen gezeigt.

Auch auf heimischem Boden bewies sie Kampfgeist. Kurz vor Rennende kam sie im Streckenabschnitt Rammelfangen im Bereich der Wertung durch ein ungeschicktes Fahrverhalten zu Sturz. Stieghorst konnte das Rennen jedoch schnell fortsetzen und schaffte durch eine beispiellose Verfolgungsjagd den Wiederanschluss an die erste große Gruppe. Im Zielsprint kam sie zeitgleich mit den Spitzenfahrerinnen an und belegte in der Gesamtwertung der Frauen Platz 24. In der separaten Wertung der Klasse Frauen U23 bedeutete dies den 12. Rang.

Wie schwer das Rennen auf dem profilierten Kurs war, zeigte sich an den Zeitabständen im hinteren Feld und der hohen Ausfallquote. Allein in der U19-Klasse erreichten von 99 gemeldeten Fahrerinnen nur 60 das Ziel. Zu den Fahrerinnen, die das Rennen vorzeitig beenden mussten, gehörte leider auch die saarländische Juniorin Maya Miller (Team Baden-Forchheim). Helen Helfen (EQUIPE Stuttgart Féminine x RipCramp) verlor im Rennverlauf zwar den Anschluss an das Hauptfeld, bewies aber Durchhaltevermögen und beendete das Rennen nach 2:55:30 Stunden gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen auf dem 46. Platz.