Vereinschronik

Der RSC Überherrn Saar wurde am 28. September 1979 gegründet. In der Gründungsversammlung wurde Lothar Zepuntke als 1. Vorsitzender gewählt. Er wurde jedoch bereits nach 9 Monaten von Peter Kieren an der Vereinsspitze abgelöst, der wiederum 2 Jahre später das Zepter an Gerhard Turner weitergab.

Mit Gerhard Turner begann der kometenhafte Aufstieg des Vereins. Innerhalb weniger Jahre wurde er zu einem der Mitglieder- und Leistungsstärksten Radsport- Vereine im Saarland. Gerhard Turner führte den Verein von 1982 bis Ende 1994 insgesamt 13 Jahre lang. Während dieser Zeit wurde das Überherrner Straßenrennen aus der Taufe gehoben, das 2008 bereits zum 25. Mal veranstaltet wurde. Ebenfalls in dieser Zeit bekam die Rennsportabteilung einen Riesenaufschwung; der heute fast schon legendäre Rennkader von Schorsch Hundsrucker entstand. Mitte der achtziger Jahre hatte der RSC Überherrn 8 A/B Amateure in den eigenen Reihen, allesamt Eigengewächse und keine Neu-Einkäufe aus dem Transfermarkt.

Der damalige Vorstand um Gerhard Turner verstand es hervorragend mit jungen Menschen umzugehen. Es gelang Ihnen, auch ohne große finanzielle Mittel, optimale Voraussetzungen zu schaffen um leistungssportmäßig Radsport zu betreiben. Dabei wurde nie Druck ausgeübt, es galt den Spaß in den Vordergrund zu schieben und trotzdem den Leistungsgedanken im Hinterkopf zu behalten.

Der Begriff Vaterfiguren  ist vielleicht die treffendste Umschreibung für den bleibenden Eindruck den Gerhard Turner, Schorsch Hundsrucker, Manfred Leber und Co in dieser Zeit bei den Jugendlichen von damals hinterließen, denn davon lebt der Verein heute noch.
Johannes Schmitt heute 1. Vorsitzender, Michael Spang heute 2. Vorsitzender, Bernd Hector oder Tim Leber heute Rennsprecher beim Überherrner Straßenrennen, sie alle sind dem RSC Überherrn bis heute verbunden geblieben und haben den Wandel vom Leistungsträger zum heutigen Funktionsträger vollzogen.

Eine erste ernstere Krise bekam der RSC Überherrn 1994 durch den Rücktritt von Gerhard Turner als 1. Vorsitzender. Die Jungen Wilden von heute waren damals noch nicht soweit, die volle Verantwortung zu übernehmen, da sie zum einen beruflich noch nicht allzu fest im Sattel saßen, zum anderen auch im privaten und familiären Umfeld noch nicht so gewachsen waren, um sich der Führung eines ambitionierten Radsport- Vereins zu widmen.

Also musste übergangsweise wieder ein alter gestandener Haudegen her, um das Kommando auf dem RSC- Kahn zu übernehmen. Mit Jürgen Kleist wurde glücklicherweise genau der richtige Mann dafür gefunden. Da sich mit Gerhard Turner auch noch Rene Turner, Gerd Morschett, Wilhelm Strauß und Armin Hector verabschiedeten, allesamt Vertreter der 1.RSC Generation musste u.a. auch Peter Kieren noch einmal für kurze Zeit als 2. Vorsitzender reaktiviert werden. Mit Horst Christiany, Manfred Leber und Wolfgang Kausch blieben ebenfalls noch drei erfahrene Seeleute mit im Boot. Christel Leber, Ehefrau von Manfred Leber, blieb als neue Mutter der Nation ebenfalls noch im Vorstand und der Generationswechsel konnte langsam vollzogen werden.

Im Jahr 2000 war genau der richtige Zeitpunkt gefunden, mit einer verjüngten Vereinsspitze ins neue Jahrtausend zu gehen. Johannes Schmitt, ehemaliger Weltenbummler, der in knapp 2 ½ Jahren mit dem Fahrrad die Erde umrundete, übernahm von Jürgen Kleist den Vorsitz. Tim Leber wurde sein Stellvertreter, Barbara Marion geb. Christiany die Tochter von Horst Christiany übernahm von Manfred Leber die Führung der RSC Kasse, und Michael Spang wechselte vom sportlichen Leiter zum Schriftführer. Damit war der neue geschäftsführende Vorstand des RSC komplett. Der nächste Schritt in die Neuzeit erfolgte 2002, als Herbert Decker zum ersten Webmaster des Vereins gewählt wurde und sich dieser nun im neuen Erscheinungsbild in diesem neuen Medium präsentierte. Lothar Knabe übernahm dann 2 Jahre später von Bernd Hector das Amt des Organisationsleiters und so ging es in die zweite Hälfte der ersten Dekade des neuen Jahrtausends.


Nachdem Tim Leber wegen eines Wohnortwechsels auf eigenen Wusch aus dem Vorstand ausschied, sich jedoch noch immer als unverzichtbarer Rennsprecher mit viel Hintergrundwissen als Teil des Straßenrennens einbringt, wird der Verein heute von Johannes Schmitt als 1. Vorsitzender und Michael Spang als 2. Vorsitzender und Sportlichem Leiter in einer Tandem Funktion geführt, die von Barbara Marion bis heute als Kassiererin und Andreas Rühle als Schriftführer bis zum Jahr 2008 im geschäftsführenden Vorstand unterstützt wurden. Andy nahm dann 2008 das Amt des Breitensportfachwartes in Angriff und schied 2012 auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus. Das vakante Amt des Schriftführers ging dann ab 2010 an Hardy Hemmer. Markus Marion der in einer Dreifachfunktion das Amt des Breitensportfachwartes, Webmasters und Pressewartes ab diesem Zeitpunkt ausübte, gab das Amt des Webmasters dann 2014 ab. In dieser Funktion steht nun Christian Hennrich. Auch wurde ab 2014 wieder das Amt des Pressewartes neu besetzt.


Daneben sind in den verschiedenen Abteilungen und Sparten jeweils Beisitzer für die verschiedensten Funktionsbereiche aktiv.
Manfred und Christel Leber sind aus Altersgründen seit 2006 nicht mehr im Vorstand. Die Tragweite ihres Engagements für den RSC Überherrn wird jedoch erst sichtbar wenn man bedenkt, dass auch heute noch, insbesondere beim Straßenrennen, die Familie Leber in der bereits dritten Generation teilnimmt, obwohl der Rückzug von Christel und Manfred aus der Vereinsführung langsam und planmäßig verlaufen ist.
Auch ein Indiz dafür wie wichtig und unbezahlbar heute das persönliche Engagement einzelner in unserer Gesellschaft ist.

2016 stand die Neuwahl des Vorstandes an, hier gab es größere Veränderungen sowohl im geschäftsführenden als auch im erweiterten Vorstand. Johannes Schmitt wechselte nach 16 Jahren Vorsitz auf die Position des Schriftführers. Neuer Mann auf der RSC Kommandobrücke ist jetzt der bisherige 2.Vorsitzende Michael Spang, dem Hardy Hemmer als 2.Vorsitzender zur Seite steht. Komplettiert wird der geschäftsführende Vorstand von Peter Schuhn der Barbara Marion als Kassierer ablöst.

Mit dem Ausscheiden von Barbara Marion geschieht eine gewisse Zäsur im RSC Überherrn. Sie war insgesamt 16 Jahre im Vorstand und hatte die Geschäftsstelle inne. Barbara scheidet auf ausdrücklichen Wunsch hin planmäßig aus und hatte dies schon bei der MV 2015 angekündigt.

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